FAQ Infrarotheizung — die häufigsten Fragen, knapp beantwortet.
Die Antworten hier ordnen typische Fragen zur Infrarotheizung ein: Stromverbrauch, Wirkungsgrad, Einsatz im Bad, Kombination mit Photovoltaik und Nutzung als Haupt- oder Zusatzheizung.
FAQ
Ist eine Infrarotheizung sparsam?
Das hängt vom Einsatz ab. Bei kurzen, gezielten Heizzeiten und geringem Wärmebedarf kann sie sinnvoll sein. Im Dauerbetrieb ist eine Stromdirektheizung wegen des Strompreises häufig teuer. Entscheidend sind Heizlast, Laufzeit und persönlicher Tarif.
Ist der Wirkungsgrad wirklich fast 100 Prozent?
Am Gerät wird nahezu die gesamte elektrische Energie in Wärme umgewandelt. Dieser Nutzungsgrad macht die Heizung aber nicht automatisch wirtschaftlich: Eine Wärmepumpe kann aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme bereitstellen.
Kann ich damit einen ganzen Wohnraum heizen?
Technisch ja, aber als Hauptheizung müssen Heizlast, Betriebskosten und die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes geprüft werden. § 71d GEG stellt an Stromdirektheizungen je nach Gebäude konkrete Anforderungen und nennt Ausnahmen.
Was muss ich im Bad beachten?
Neben Leistung und Position ist vor allem die Einbausituation entscheidend. Eine Spiegelheizung kann im Bad sehr praktisch sein, weil sie Wärme liefert, Wandfläche spart und das Beschlagen des Spiegels reduziert. Schutzart und Anschluss müssen zum Schutzbereich passen.
Wie viele Watt pro Quadratmeter sind sinnvoll?
Als grobe Startwerte werden oft etwa 50 bis 70 W/m² für gut gedämmte Räume sowie etwa 70 bis 120 W/m² für durchschnittliche bis schwächer gedämmte Räume angesetzt. Die tatsächliche Heizlast kann davon aber abweichen.
Ist Strahlungswärme gesundheitlich problematisch?
Infrarotpaneele geben thermische Strahlung ab. Bei bestimmungsgemäßer Nutzung stehen vor allem Gerätesicherheit, ausreichende Abstände, Oberflächentemperatur und fachgerechte Montage im Vordergrund. Herstellerangaben sind einzuhalten.
Gibt es Förderungen oder Sonderregeln?
Für Stromdirektheizungen gelten die Vorgaben des § 71d GEG. Die Anforderungen unterscheiden sich unter anderem nach Neubau, Bestand, Wärmeschutz und vorhandener wasserführender Heizung; es gibt Ausnahmen. Eine Förderung sollte projektbezogen in den jeweils aktuellen Programmen geprüft werden.
Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick.
- Strahlungswärme
- Wärmeübertragung über elektromagnetische Wellen, die Oberflächen direkt erwärmt.
- Konvektion
- Wärmeübertragung über bewegte Luft. Klassische Heizkörper arbeiten überwiegend so.
- Watt (W)
- Leistung eines Geräts. Sie beschreibt, wie viel Energie pro Zeit umgesetzt wird.
- Kilowattstunde (kWh)
- Maßeinheit für Energie. Stromkosten werden in der Regel pro kWh abgerechnet.
- Heizlast
- Berechneter Wärmebedarf eines Raums oder Gebäudes unter definierten Bedingungen.
- Thermostat
- Regelung, die abhängig von Temperatur und Zeitprogramm den Heizbetrieb steuert.
- Schutzart
- Kennzeichnung, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Feuchtigkeit geschützt ist.
- Direktheizung
- Heizung ohne Zwischenspeicher oder Wasserverteilung, bei der Strom unmittelbar zu Wärme wird.