FAQ Infrarotheizung — die häufigsten Fragen, knapp beantwortet.
Die Antworten hier ordnen typische Fragen zur Infrarotheizung ein: Stromverbrauch, Wirkungsgrad, Einsatz im Bad, Kombination mit Photovoltaik und Nutzung als Haupt- oder Zusatzheizung.
FAQ
Ist eine Infrarotheizung sparsam?
Das hängt vom Einsatz ab. Sparsam kann sie sein, wenn einzelne Räume gezielt beheizt werden, eine gute Steuerung vorhanden ist oder eigener Solarstrom genutzt wird. Entscheidend sind Laufzeit, Strompreis und Dämmstandard.
Ist der Wirkungsgrad wirklich fast 100 Prozent?
Ja, elektrische Direktheizungen wandeln die aufgenommene elektrische Energie praktisch vollständig in Wärme um. Für die Kosten ist danach wichtig, wie lange das Gerät läuft und welcher Strom genutzt wird.
Kann ich damit einen ganzen Wohnraum heizen?
Technisch ja. Sinnvoll wird es vor allem bei passender Auslegung, guter Regelung und realistischem Wärmebedarf. Besonders interessant ist es, wenn keine Rohre gelegt werden sollen oder eine vorhandene PV-Anlage den Strom teilweise liefert.
Was muss ich im Bad beachten?
Neben Leistung und Position ist vor allem die Einbausituation entscheidend. Eine Spiegelheizung kann im Bad sehr praktisch sein, weil sie Wärme liefert, Wandfläche spart und das Beschlagen des Spiegels reduziert. Schutzart und Anschluss müssen zum Schutzbereich passen.
Wie viele Watt pro Quadratmeter sind sinnvoll?
Als grobe Startwerte werden oft etwa 50 bis 70 W/m² für gut gedämmte Räume sowie etwa 70 bis 120 W/m² für durchschnittliche bis schwächer gedämmte Räume angesetzt. Die tatsächliche Heizlast kann davon aber abweichen.
Ist Strahlungswärme gesundheitlich problematisch?
Bei üblichen Raumheizgeräten handelt es sich um langwellige Wärmestrahlung — vergleichbar mit der Wärme eines Kachelofens oder der Sonne durch ein Fenster. Wichtig sind Gerätesicherheit, Oberflächentemperatur und eine fachgerechte Montage.
Gibt es Förderungen oder Sonderregeln?
Das sollte im konkreten Projekt geprüft werden. Ob eine Direktstromheizung als Hauptlösung sinnvoll oder regelkonform ist, hängt vom Gebäude, der Sanierung, dem Energiebedarf und der konkreten Planung ab.
Die wichtigsten Begriffe auf einen Blick.
- Strahlungswärme
- Wärmeübertragung über elektromagnetische Wellen, die Oberflächen direkt erwärmt.
- Konvektion
- Wärmeübertragung über bewegte Luft. Klassische Heizkörper arbeiten überwiegend so.
- Watt (W)
- Leistung eines Geräts. Sie beschreibt, wie viel Energie pro Zeit umgesetzt wird.
- Kilowattstunde (kWh)
- Maßeinheit für Energie. Stromkosten werden in der Regel pro kWh abgerechnet.
- Heizlast
- Berechneter Wärmebedarf eines Raums oder Gebäudes unter definierten Bedingungen.
- Thermostat
- Regelung, die abhängig von Temperatur und Zeitprogramm den Heizbetrieb steuert.
- Schutzart
- Kennzeichnung, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Feuchtigkeit geschützt ist.
- Direktheizung
- Heizung ohne Zwischenspeicher oder Wasserverteilung, bei der Strom unmittelbar zu Wärme wird.